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EU-Turbo

  

Mit Hilfe willfähriger Schweizer Kanoniere schiesst Brüssel gegenwärtig mit grossem Geschütz aus allen Rohren auf die kleine Schweiz. Sie kann es nicht dulden, dass ein kleines Land im Herzen Europas wirtschaftlich und politisch so blendend positioniert ist. Und das mitten in einer beispiellosen, weltweiten Krise wo einst prosperierende Staaten am Rande ihrer Existenz angekommen sind. Den schrecklichen Prophezeiungen folgend, nachdem sich das Schweizervolk 1992 mit der Ablehnung des EWR angeblich Brüssel verweigert und isolationistisch abgeschottet habe, müsste unser kleines Land schon längst am Rande der Existenz dahin vegetieren. Dabei ist es gerade umgekehrt: Einige Länder der EU stehen vor dem Staatsbankrott und andere können sich nur noch mit der rigorosen Ausplünderung ihrer ohnmächtigen Bürgerinnen und Bürger am Leben erhalten. Dass das den überheblichen Eurokraten in Brüssel ganz und gar nicht passt ist klar. Das ist denn auch der Grund, weshalb die Schweizer Rebellen mit allen Mitteln in ihr undemokratisches System gepresst werden sollen. In den komfortablen Büros des EU-Glaspalasts in Brüssel wird eifrig an einem neuen, europäischen Steuergesetz herumgebastelt, das garantiert beim Schweizer Volkssouverän durchfallen würde. Das können die Brüsseler Eurokraten auf keinen Fall zulassen, es könnten ja einige ihrer eigenen Bürgerinnen und Bürger auf dumme Gedanken kommen.

In ihrer Argumentationsnot sind die einheimischen Euroturbos Markwalder, de Wek & Co. auf den glorreichen Gedanken verfallen, es sei für unser Land entwürdigend im Nachgang, autonomer bilateraler Abkommen ständig EU- Gesetze nachvollziehen zu müssen.

Dieses Argument ist in zweierlei Hinsicht falsch. Erstens sind in diesem Falle die Verhandlungen schlecht geführt worden und zweitens ist zu überlegen was entwürdigender ist, EU-Gesetze auf freiwilliger Basis, nach Massgabe der eigenen Bedürfnisse nachzuvollziehen oder ablehnen zu können, oder nach Verpflichtung als Mitglied ohne Alternative zum Nachvollzug gezwungen zu sein. Es ist nämlich ziemlich naiv zu glauben, als vollwertiges Mitglied oben am Beratertisch Platz nehmen und mitbestimmen zu können. Vielleicht würde ganz unten an einer Ecke noch ein Plätzchen frei sein für die kleine Schweiz damit die lieben Abgeordneten eines kleinen Sechsmillionenvolkes ihre Meinung im Konzert der anderen Vertreter von fünfhundert Millionen gütigst einbringen könnten. Ob diese Meinung aber auch gehört und vor allem akzeptiert würde, steht auf einem anderen Blatt. Ganz besonders dann, wenn die zu fassenden Beschlüsse sich explizit gegen unser Land richten, wie bei der Einführung eines bereits geplanten Europäischen Steuergesetzes etwa oder wenn von den übrigen Ländern unserem Land neue Durchfahrtsrechte für den Schwerverkehr aufgezwungen werden sollten.

Nach der undemokratisch durchgepeitschten Akzeptanz der neuen EU-Verfassung gibt es kein Vetorecht mehr für einzelne Mitglieder. Was ist also erniedrigender: Freiwillig nachzuvollziehen oder gezwungenermassen übernehmen?

Dieses Argument des angeblich erniedrigenden autonomen Nachvollzugs ist nur eines von vielen, die mühelos widerlegt werden können. Unsere intellektuelle Feudal-Elite um Markwalder, de Weck und & verfolgt mit ihrer starrköpfigen Pro-EU-Debatte ganz andere Ziele. Sie möchten aus dem engen Korsett der Volkssouveränität ausbrechen und im feudalen Glaspalast in Brüssel sich des lästigen, unwissenden Volks entledigen.   


 
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